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Home Staging in der Schweiz: Kosten, Wirkung und wann es sich lohnt

Home Staging soll eine Immobilie für den Verkauf so präsentieren, dass Interessenten Räume schneller verstehen und sich das Wohnen darin besser vorstellen können. In der Schweiz reichen die Kosten je nach Objekt und Umfang von wenigen hundert Franken für einfache Eigenleistungen bis zu mehreren Tausend Franken für professionelles Möbel-, Licht- und Fotostaging. Ob sich die Investition lohnt, hängt vor allem von Zielgruppe, Objektzustand, Preisklasse, Vermarktungsdauer und der Qualität der Umsetzung ab.

Autor: Nikita von Niederhäuser, Immobilienexperte UrbanHome Aktualisiert am: Lesezeit: ca. 17 Minuten

Kurz erklärt

Home Staging ist Verkaufsmarketing und keine bauliche Sanierung. Schweizer Richtwerte reichen je nach Umfang von wenigen hundert Franken für Beratung und Eigenleistungen bis zu rund CHF 2’500–20’000 für professionelle Gesamtpakete. Der HEV nennt ungefähr CHF 5’000 für eine 4,5-Zimmer-Wohnung und rund CHF 10’000 für ein Einfamilienhaus; virtuelles Staging liegt als Richtwert bei etwa CHF 100 pro Raum. Eine bessere Präsentation kann die Nachfrage und die Verhandlungsposition stärken, garantiert aber keinen Mehrerlös. Entscheidend bleiben marktgerechter Preis, Lage, Zustand und Transparenz.[1][2]

Was ist Home Staging?

Home Staging bezeichnet die gezielte Vorbereitung einer Wohnung oder eines Hauses für die Vermarktung. Ziel ist nicht, den persönlichen Einrichtungsstil der Eigentümer zu zeigen, sondern Räume verständlich, hell, gepflegt und für eine möglichst breite Zielgruppe attraktiv darzustellen.

Typische Bestandteile sind:

  • Entrümpeln und persönliche Gegenstände reduzieren,
  • gründliche Reinigung und Geruchsneutralisierung,
  • kleine Reparaturen und Ausbesserungen,
  • neutrale Farb- und Textilgestaltung,
  • Möbel neu anordnen oder temporär mieten,
  • Licht, Pflanzen und Accessoires gezielt einsetzen,
  • professionelle Immobilienfotografie vorbereiten,
  • bei leeren Räumen physische oder virtuelle Möblierung einsetzen.
Abgrenzung: Home Staging ersetzt weder eine Sanierung noch eine Immobilienbewertung. Ein falscher Angebotspreis, gravierende Mängel oder eine schwache Mikrolage lassen sich nicht wegdekorieren.

Welche Wirkung ist realistisch?

Gutes Home Staging kann Interessenten helfen, Raumgrössen, Möblierbarkeit und Nutzungsmöglichkeiten schneller zu erfassen. Gerade leere oder ungünstig eingerichtete Räume wirken auf Fotos oft kleiner und abstrakter, als sie tatsächlich sind.

Was Studien und Branchenangaben zeigen

Schweizer Anbieter und Branchenverbände berichten teilweise von erheblich kürzeren Vermarktungszeiten und höheren Verkaufspreisen. Solche Zahlen beruhen häufig auf eigenen Projekten und sind nicht mit kontrollierten Marktstudien gleichzusetzen. Als methodisch transparentere Ergänzung zeigt die US-Befragung der National Association of Realtors 2025: 83 Prozent der Käufermakler gaben an, dass Staging Interessenten die Vorstellung als zukünftiges Zuhause erleichtert. 29 Prozent berichteten von einem wahrgenommenen Mehrwert zwischen 1 und 10 Prozent, und 49 Prozent sahen eine kürzere Vermarktungszeit. Die Resultate stammen aus den USA und sind nicht eins zu eins auf die Schweiz übertragbar.[3]

Möglicher EffektWarum er entstehen kannGrenze
Mehr AufmerksamkeitBessere Fotos und ein klarer erster Eindruck erhöhen die Klick- und Besichtigungsbereitschaft.Schlechte Lage oder überhöhter Preis bleiben sichtbar.
Bessere VorstellungskraftMöbel zeigen Nutzung, Massstab und Verkehrsflächen.Zu viel Dekoration kann Räume kleiner wirken lassen.
Weniger PreisabschlägeEin gepflegter Eindruck kann die Verhandlungsposition stärken.Der Marktwert wird dadurch nicht beliebig erhöht.
Kürzere VermarktungDas Objekt spricht schneller die richtige Zielgruppe an.Es gibt keine Garantie und starke regionale Unterschiede.

Was kostet Home Staging in der Schweiz?

Die Kosten hängen von Wohnfläche, Zimmerzahl, Objektzustand, Möblierungsgrad, Transport, Mietdauer und gewünschter Qualität ab. Entscheidend ist zudem, ob nur eine Beratung, ein Teilstaging oder die vollständige Möblierung einer leeren Immobilie benötigt wird.

LeistungTypischer UmfangOrientierung
EigenleistungEntrümpeln, Reinigen, kleine Reparaturen, eigene Textilien und DekorationEinige hundert bis wenige tausend Franken
BeratungBegehung, Raumkonzept, Massnahmenliste, Farb- und MöblierungstippsNach Stunden oder Pauschale; Offerte vergleichen
TeilstagingVorhandene Möbel ergänzen, einzelne Schlüsselräume inszenierenOft mehrere tausend Franken
Vollständiges physisches StagingMietmöbel, Lieferung, Aufbau, Dekoration, Abbau und MietdauerBreite Schweizer Spanne etwa CHF 2’500–20’000[1]
4,5-Zimmer-WohnungRichtwert für professionelles physisches StagingEtwa CHF 5’000 gemäss HEV[2]
EinfamilienhausRichtwert für professionelles physisches StagingEtwa CHF 10’000 gemäss HEV[2]
Virtuelles StagingDigitale Möblierung vorhandener RaumfotosRichtwert rund CHF 100 pro Raum[2]

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  • Sind Transport, Aufbau und Abbau enthalten?
  • Wie lange ist die Möbelmiete eingeschlossen?
  • Was kostet eine Verlängerung pro Woche oder Monat?
  • Ist professionelle Fotografie enthalten?
  • Wer haftet bei Schäden oder Diebstahl?
  • Ist die Mehrwertsteuer bereits eingerechnet?
  • Welche Räume werden tatsächlich ausgestattet?

Physisches, teilweises oder virtuelles Home Staging?

VarianteVorteileNachteileGeeignet für
Optimierung mit vorhandenen MöbelnGünstig, schnell und authentischBegrenzt durch vorhandenen Stil und ZustandBewohnte, bereits ordentlich eingerichtete Immobilien
TeilstagingFokus auf verkaufsentscheidende RäumeUnterschiede zwischen gestagten und übrigen RäumenBegrenztes Budget oder nur einzelne Schwachstellen
Vollständiges physisches StagingStarker Gesamteindruck bei Fotos und BesichtigungenHöhere Kosten, Logistik und MietdauerLeere, hochwertige oder schwer verständliche Objekte
Virtuelles StagingSehr günstig, schnell, mehrere Stilvarianten möglichBesichtigung bleibt leer; Täuschungsrisiko bei schlechter KennzeichnungLeere Räume und digitale Erstvermarktung

Virtuelles Staging kann ein sinnvolles Hilfsmittel sein, wenn Originalfoto und virtuelle Variante nebeneinander gezeigt werden. Die Visualisierung sollte klar bezeichnet sein und darf keine Fenster, Raumgrössen, Aussicht, Bausubstanz oder Ausstattung erfinden.

Wann lohnt sich Home Staging besonders?

  • Die Immobilie steht leer und wirkt auf Fotos kalt oder schwer einschätzbar.
  • Der Grundriss ist ungewöhnlich oder einzelne Räume haben keine klare Funktion.
  • Das Objekt ist gepflegt, aber optisch veraltet oder stark personalisiert.
  • Mehrere vergleichbare Immobilien konkurrieren im gleichen Marktsegment.
  • Der Verkaufspreis ist hoch und eine kleine prozentuale Verbesserung deckt die Kosten.
  • Die Immobilie war bereits erfolglos oder lange ausgeschrieben.
  • Professionelle Fotos und Onlinepräsentation sind zentral für die Zielgruppe.
  • Eine Erbengemeinschaft oder ein Umzug hat zu einer halb leeren, unruhigen Einrichtung geführt.

Besonders relevant bei leeren Immobilien

Leere Räume bieten zwar Neutralität, doch vielen Interessenten fehlt der Massstab. Ein Sofa, ein Esstisch oder ein Bett zeigen, wie gross der Raum tatsächlich ist und welche Laufwege möglich bleiben.

Wann lohnt sich eine grosse Investition eher nicht?

  • Die Immobilie ist in der Region bereits stark nachgefragt und marktgerecht bepreist.
  • Gravierende Sanierungen oder strukturelle Mängel dominieren die Kaufentscheidung.
  • Das Budget ist knapp und gute Fotos, Reinigung sowie kleine Reparaturen bringen mehr.
  • Das Objekt richtet sich primär an Projektentwickler oder wird wegen des Grundstückswerts gekauft.
  • Der Angebotspreis liegt deutlich über dem Markt und soll durch Dekoration gerechtfertigt werden.
  • Die Vermarktung startet kurzfristig und Möbelmiete sowie Logistik würden den Prozess verzögern.
Preis vor Inszenierung: Ist eine Immobilie überteuert, verbessert Home Staging zwar möglicherweise die Präsentation, aber nicht die grundlegende Kaufentscheidung. Eine realistische Bewertung bleibt der wichtigste Schritt.

Wie lässt sich die Investition beurteilen?

Der Nutzen von Home Staging besteht nicht nur in einem möglichen Mehrpreis. Auch eine kürzere Vermarktung, weniger Leerstand, weniger Preisreduktionen und eine stabilere Verhandlung können wirtschaftlich relevant sein.

Vereinfachte Betrachtung:
vermiedener Preisnachlass
plus vermiedene Leerstands- und Finanzierungskosten
plus allfälliger Mehrerlös
minus Home-Staging-, Foto- und Logistikkosten
= möglicher wirtschaftlicher Effekt

Fiktives Rechenbeispiel

AngebotspreisCHF 1’200’000
Home Staging und FotografieCHF 6’000
Kostenquote0,5 Prozent des Angebotspreises
Fiktiv vermiedene Preisreduktion von 2 ProzentCHF 24’000
Vereinfachter Vorteil nach StagingkostenCHF 18’000

Das Beispiel ist keine Prognose. Es zeigt lediglich, warum sich eine relativ kleine Investition bei teuren Immobilien lohnen kann, wenn sie tatsächlich einen Preisabschlag verhindert. Ohne messbaren Effekt bleiben die CHF 6’000 reine Vermarktungskosten.

Welche Massnahmen bringen meist am meisten?

  1. Entrümpeln und überflüssige Möbel entfernen.
  2. Fenster, Böden, Küche und Bad gründlich reinigen.
  3. Defekte Griffe, Leuchten, Silikonfugen und kleine Schäden reparieren.
  4. Persönliche Fotos, Sammlungen und sehr auffällige Dekoration reduzieren.
  5. Lichtquellen vereinheitlichen und dunkle Bereiche aufhellen.
  6. Wohnzimmer und Essbereich klar zonieren.
  7. Hauptschlafzimmer ruhig und grosszügig darstellen.
  8. Balkon, Terrasse, Garten und Eingang einbeziehen.
  9. Erst nach Abschluss der Arbeiten professionelle Fotos erstellen.

Priorität der Räume

Wohnzimmer, Essbereich, Küche, Hauptschlafzimmer und Eingangsbereich prägen den Gesamteindruck besonders stark. Bei Familienobjekten sind Kinderzimmer, Stauraum und Aussenflächen wichtig; bei Stadtwohnungen können Homeoffice-Nische und Balkon entscheidend sein.

Rechtliche Grenzen, Transparenz und Steuern

Kein reglementierter Beruf

Home Staging ist in der Schweiz kein geschützter oder reglementierter Beruf. Ein professioneller Auftritt allein sagt daher wenig über Erfahrung und Qualität aus. Referenzen, Ausbildung, Haftpflichtversicherung und Vertrag sind besonders wichtig.[1]

Keine irreführende Darstellung

Nach dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sind irreführende Angaben über Waren, Leistungen und Geschäftsverhältnisse problematisch. Virtuelle Bilder sollten deshalb als Visualisierung bezeichnet werden. Eine Möblierung darf Nutzungsmöglichkeiten zeigen, aber keine zusätzlichen Fenster, grössere Räume, bessere Aussicht oder nicht vorhandene Renovationen vortäuschen.[4]

Mängel bleiben Mängel

Staging darf bekannte Feuchtigkeit, Schimmel, Risse oder andere wesentliche Mängel nicht verdecken. Kaufrechtliche Gewährleistung und die Folgen absichtlicher Täuschung richten sich nach dem Obligationenrecht und dem konkreten Vertrag.[5]

Bildrechte und Datenschutz

Im Vertrag sollte geregelt sein, wer Fotografien, Grundrisse und Vorher-nachher-Bilder nutzen darf. Persönliche Dokumente, Familienfotos, Namensschilder und sensible Gegenstände sollten vor dem Fototermin entfernt werden.

Steuerliche Behandlung

Die Grundstückgewinnsteuer wird kantonal beziehungsweise kommunal erhoben. Ob und in welchem Umfang Home-Staging-Kosten als anrechenbare Verkaufskosten gelten, ist nicht schweizweit einheitlich. Eigentümer sollten detaillierte Rechnungen aufbewahren und die Behandlung vorab bei der zuständigen Steuerbehörde oder einer Steuerberatung klären.[6]

So läuft professionelles Home Staging ab

  1. Zielgruppe, Verkaufspreis und Vermarktungsstrategie mit dem Makler klären.
  2. Objektbegehung und Schwachstellenanalyse durchführen.
  3. Budget und Prioritäten festlegen.
  4. Mehrere schriftliche Offerten einholen.
  5. Entrümpelung, Reinigung und Reparaturen ausführen.
  6. Möbel- und Lichtkonzept umsetzen.
  7. Professionelle Fotos, Video und Inserat erstellen.
  8. Wirkung nach den ersten Anfragen überprüfen.
  9. Mietdauer und Verlängerungskosten im Blick behalten.
  10. Nach Verkauf Abbau, Rückgabe und Schlussabrechnung kontrollieren.

Anbieter auswählen

  • vergleichbare Referenzobjekte und echte Vorher-nachher-Beispiele,
  • Verständnis für lokale Käufergruppen und Preissegmente,
  • transparente Offerte ohne versteckte Verlängerungskosten,
  • ausreichender Möbelbestand und verlässliche Liefertermine,
  • Haftpflicht und klare Regelung bei Schäden,
  • Zusammenarbeit mit professioneller Immobilienfotografie,
  • keine unrealistischen Preis- oder Verkaufsgarantien.

Typische Beispiele aus der Praxis

Leere Eigentumswohnung

Die Räume wirken auf Bildern klein und austauschbar. Ein Teilstaging von Wohnbereich, Hauptschlafzimmer und Balkon kann Nutzung und Massstab sichtbar machen.

Bewohntes Einfamilienhaus

Zu viele Möbel und persönliche Gegenstände verdecken die Raumqualität. Entrümpelung, Umstellen, neutrale Textilien und Gartenpflege können ausreichen.

Renovationsbedürftiges Objekt

Statt teurer Möblierung können ehrliche Dokumentation, gute Grundrisse und virtuelle Renovationsvarianten sinnvoller sein – klar als Visualisierung gekennzeichnet.

Hochpreisiges Objekt

Bei hohem Verkaufspreis kann eine professionelle Gesamtinszenierung verhältnismässig günstig sein. Stil und Qualität müssen jedoch zur Zielgruppe passen.

Checkliste: Lohnt sich Home Staging für meine Immobilie?

Objekt und Markt

Offerte und Vertrag

Transparenz und Erfolgskontrolle

Häufige Fragen zu Home Staging in der Schweiz

Home Staging ist die gezielte Vorbereitung und Inszenierung einer Immobilie für den Verkauf. Räume werden aufgeräumt, neutral gestaltet, möbliert, beleuchtet und professionell fotografiert, damit Interessenten Nutzung, Proportionen und Wohngefühl besser einschätzen können.

Je nach Objekt und Leistungsumfang reichen die Kosten von einigen hundert Franken für Beratung und Eigenleistungen bis zu mehreren Tausend Franken für vollständiges physisches Staging. Comparis nennt eine breite Spanne von rund 2’500 bis 20’000 Franken. Der HEV nennt als Richtwerte etwa 5’000 Franken für eine 4,5-Zimmer-Wohnung und rund 10’000 Franken für ein Einfamilienhaus.

Der HEV nennt für virtuelles Home Staging einen Richtwert von ungefähr 100 Franken pro Raum. Der tatsächliche Preis hängt von Bildqualität, Anzahl Varianten, Retuschen und Anbieter ab.

Nein. Home Staging kann Aufmerksamkeit, Präsentation und Verhandlungsposition verbessern, garantiert aber weder einen höheren Verkaufspreis noch einen schnelleren Abschluss. Lage, Zustand, Preis und Nachfrage bleiben wichtiger.

Das ist möglich, aber nicht garantiert. Branchenanbieter berichten teilweise von deutlichen Verkürzungen. Die methodisch transparentere NAR-Befragung aus den USA zeigt, dass rund die Hälfte der befragten Makler eine kürzere Vermarktungszeit wahrnahm.

Besonders sinnvoll kann Home Staging bei leeren, schwer möblierbaren, veralteten oder emotional wenig ansprechenden Wohnungen und Häusern sein sowie bei Objekten in starkem Wettbewerb oder mit höherem Verkaufspreis.

Bei stark sanierungsbedürftigen Objekten, sehr gefragten Standardwohnungen, kleinen Budgets oder wenn ein falscher Angebotspreis das Hauptproblem ist, kann eine umfassende Inszenierung wenig Nutzen bringen.

Nein. Home Staging ist in der Schweiz kein reglementierter oder geschützter Beruf. Deshalb sollten Eigentümer Referenzen, Ausbildung, Leistungsumfang, Versicherung und Vertragsbedingungen sorgfältig prüfen.

Eine klare Kennzeichnung als virtuelle Visualisierung ist dringend zu empfehlen. Die Darstellung darf keine baulichen Eigenschaften verändern, Ausblicke erfinden oder bekannte Mängel verdecken, da irreführende Werbung rechtlich problematisch sein kann.

Nein. Dekoration und Möblierung dürfen bekannte Feuchtigkeitsschäden, Risse, Schimmel oder andere wesentliche Mängel nicht verschleiern. Verkäufer bleiben für korrekte Angaben und die kaufrechtliche Behandlung von Mängeln verantwortlich.

Priorität haben meist Wohnzimmer, Essbereich, Hauptschlafzimmer, Küche, Eingangsbereich und Aussenflächen. Diese Bereiche prägen den ersten Eindruck und helfen Interessenten besonders stark bei der Vorstellung des Alltags.

Ja. Entrümpeln, gründliche Reinigung, kleine Reparaturen, neutrale Textilien, bessere Beleuchtung und eine klare Möblierung lassen sich oft selbst umsetzen. Professionelle Hilfe ist besonders bei leeren Immobilien, anspruchsvollen Grundrissen und hochwertigen Objekten sinnvoll.

Das lässt sich nicht schweizweit pauschal beantworten. Die Grundstückgewinnsteuer wird kantonal beziehungsweise kommunal erhoben, und die Anerkennung einzelner Verkaufskosten hängt von den lokalen Regeln und Nachweisen ab. Rechnungen sollten aufbewahrt und die Behandlung vorab mit der zuständigen Steuerbehörde geklärt werden.

Vergleichen Sie mehrere Offerten, Referenzobjekte und Verträge. Wichtig sind ein klarer Leistungsumfang, Mietdauer der Möbel, Transport, Versicherung, Haftung, Bildrechte, Verlängerungskosten, Mehrwertsteuer und ein realistisches Vermarktungskonzept.

Quellen und Datenstand

Der Artikel berücksichtigt den bis zum 30. Juli 2026 verfügbaren Informationsstand. Kosten sind Richtwerte und variieren nach Objekt, Region, Leistungsumfang und Anbieter.

  1. Comparis: Home Staging – Kosten, Vorteile und Anbieterwahl
  2. HEV Schweiz: Home Staging, Kosten und virtuelle Varianten, 2026
  3. National Association of Realtors: 2025 Profile of Home Staging
  4. Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
  5. Schweizerisches Obligationenrecht: Kauf und Gewährleistung
  6. Kanton Zürich: Grundstückgewinnsteuer als kantonales Beispiel
  7. Schweizerischer Verband für Home Staging und Redesign
  8. RealAdvisor: Home Staging und transparente virtuelle Darstellung

Zusammenfassung

Home Staging kann eine Immobilie verständlicher, gepflegter und emotional ansprechender präsentieren. In der Schweiz reichen professionelle Gesamtpakete je nach Objekt und Umfang häufig von einigen tausend bis zu deutlich über zehntausend Franken; virtuelles Staging ist wesentlich günstiger. Am meisten lohnt sich die Investition bei leeren, schwer möblierbaren, veralteten oder hochpreisigen Objekten sowie in Märkten mit viel Konkurrenz. Sie ersetzt jedoch weder eine realistische Bewertung noch notwendige Reparaturen und garantiert keinen höheren Verkaufspreis. Virtuelle Darstellungen müssen transparent bleiben, bekannte Mängel dürfen nicht verdeckt werden und die steuerliche Behandlung der Kosten sollte kantonal geklärt werden.

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